Der Sinn meines Blogs

Ich habe diesen Blog erstellt im Zusammenhang meiner Ausbildung auf der Universität in Luxemburg im Bereich der Lehrerausbildung. Hierfür dient mein Blog mir hauptsächlich für die Vorlesung "Ästhetische Rezeption und Produktion" von Frau Sara Burkhardt, die sich vor allem mit Kunst und deren Präsenz im Alltag beschäftigt.

Donnerstag, 10. Februar 2011

„Everything is deeply interwingled“ (Ted Nelson)

Dieses Zitat stammt von einem amerikanischer Soziologen, Ted Nelson.  Da wir es in der Vorlesung angesprochen haben, möchte ich mich kurz damit beschäftigen. Es geht um die Interdisziplinarität aller Bereiche. Der Mensch wird nicht länger als Subjekt angesehen, sondern es geht lediglich um das Wissen. Es gibt keine lineare Herangehensweisen mehr; Hierarchisierungen sind nicht mehr möglich. Selbst wenn das Individuum der Meinung ist, es könne Objekte, Eindrücke und Dinge einordnen, so wird ihm das nicht gelingen. Alle Bereiche sind miteinander verbunden. Und dies ist zumal im Netz der Fall. Es gibt nichts, was nicht in irgendwelcher Weise mit anderen Geschehnissen in Verbindung steht.
Deutlich wird das, wenn man in Suchmaschinen Begriffe eingibt. Der jeweilige Begriff wird in zahlreichen Kontexten gesucht und herausgefiltert. Schnell wird man fündig, bekommt jedoch auch zahlreiche Vernetzungen und Verlinkungen zu anderen Begriffen und Geschehnissen. Alles ist miteinander verbunden und vernetzt. Ich denke dass dieses Bild eine gute symbolische Abbildung der "Interwinglarity" darstellt.
Quellen
1)      Vorlesung
5)      http://www.google.lu/imgres?imgurl=http://traction.tractionsoftware.com/db/attachments/blog/1424/1/Intertwingled.jpg%3Fuser-agent%3Drss&imgrefurl=http://blog.contentmanagementconnection.com/Home/27065&usg=__Z9efe9ohkaRIYhwOfRB7d8WIklc=&h=282&w=425&sz=240&hl=de&start=23&zoom=1&tbnid=yIWxNx2LXL85hM:&tbnh=100&tbnw=150&ei=WAVUTZjCDcGgOumh4Z8J&prev=/images%3Fq%3Deverything%2Bis%2Bdeeply%2Bintertwingled%26um%3D1%26hl%3Dde%26sa%3DN%26biw%3D1308%26bih%3D560%26tbs%3Disch:10%2C392&um=1&itbs=1&iact=hc&vpx=196&vpy=298&dur=170&hovh=183&hovw=276&tx=137&ty=101&oei=KQVUTazQJ4TpOdfG1O0I&esq=2&page=2&ndsp=24&ved=1t:429,r:9,s:23&biw=1308&bih=560

Manfred Faßler- Entwurfsvermögen und der „transmediale Sourcecode“

Beim Durchlesen der Notizen zur Vorlesung bin ich auf Manfred Faßler aufmerksam geworden. Er ist mehrmals während den Seminaren zitiert worden, weshalb ich seine Ideen und Gedanken als wichtig genug empfinde, einen Eintrag in meinem Blog diesbezüglich zu veröffentlichen.
Der Professor Manfred Faßler beschäftigt sich mit der Medienevolution und den medienintegrierten Wissenskulturen. Ihm zufolge ist der Mensch nicht mehr beschränkt, was die natürlich erfahrbare Welt betrifft, sondern er ist von einer Bilderflut umgeben. Anhand dieser Bilderflut entsteht eine Oberfläche, die aufgrund von Bildbearbeitungsprogrammen entsprungen ist. Die heutige Visualität sowie das Wissen über die Manipulierbarkeit der Bilder vereinen sich zu dem sogenannten „transmedialen Sourcecode“. Damit ist das Bild nicht mehr Abbild, sondern kann durchaus durch Phantasie entstanden sein. Deshalb hält Faßler auch an der Idee fest, dass es von äußerster Wichtigkeit ist, das Bild respektive die Kunst nicht ohne die Außenwelt zu betrachten. Kunst muss immer in einen Kontext gesetzt werden. Kunst oder Bild ist nicht bloß ein Objekt, das man wahrnimmt, sondern ist als „visuell erweiterten Text zu verstehen“. Es geht darum, das Denken nicht sprachanhängig zu machen, sondern Sprache muss stetig in Kontakt mit dem visuellen Aspekt treten. Es geht Faßler hauptsächlich um ein Entwurfsvermögen, das das Kind erlangen soll.

Quellen
1)      Vorlesung
3)      http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Fa%C3%9Fler

Donnerstag, 3. Februar 2011

Wie stehen Wahrheit und Betrug zueinander? - Darko Maver

Darko Maver, der als künstlericher Schwindel enstand
Im Seminar haben wir die Arbeit von Eva und Franco Mattes bearbeitet. Es geht darum, dass diese eine Geschichte zu einem serbischen Künstler geschrieben haben, schockierende Fotographien über den Krieg in Jugoslawien erstellt haben und diese im Internet veröffentlicht haben. Darko Maver wurde verurteilt, seine Werke erschienen jedoch in ganz Europa. Der angebliche Künstler wurde festgenommen. Erst einige Jahre später gab es eine Bekanntmachung: das Leben des Darko Maver war erfunden, seine Werke waren Zusammenstellungen, die Eva und Franco Mattes im Internet gefunden hatten und derart inszeniert hatten, dass es echt schien.
Doch was wollten die Künstler mit ihrem fiktiven Künstler darstellen? Respektive was zeigte uns dies? Ganz klar geht es um ethische Fragen, die aufgeworfen wurden. Was darf man zeigen? Was darf man zu welchen Zwecken nutzen, ohne die Objekte zu entfremden? Darf man solche Situationen erfinden? Wieso ist so etwas überhaupt möglich? Welche Schuld trägt das Medium? Eine Antwort auf all jene Fragen zu finden ist schwierig. Offensichtlich ist jedoch, dass dem Menschen durch das neue Medium „Internet“ keine Kritikfähigkeit mehr besitzt. Er sieht etwas und zweifelt keine Sekunde an dem, was das Netz im darbietet. Wir werden beständig unbewusst manipuliert. Durch die Vielzahl an Möglichkeiten ist es uns unmöglich, alles zu belegen und zu kontrollieren, dennoch finde ich es faszinierend, wie das Künstlerpaar Mattes es geschafft hat, einen ganzen Kontinent hinters Licht zu führen. Dies bedeutet nicht, dass ich es richtig finde, auf welche Weise sie dies getan haben. Aber zumindest haben sie es geschafft, dass den Brutalitäten jenes Krieges Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Dennoch haben sie die ethischen Aspekte verletzt. Ich bin der  Meinung, dass es ethisch nicht korrekt ist, die Geschichte einer Person zu erfinden, die solche Bilder erstellt.
Dennoch bietet das Internet die Möglichkeit. Es gibt nicht ausreichend Schutz. Wir bemühen uns nicht mehr eine Information, die wir erhalten, zu recherchieren. Wir nehmen sie auf und verbreiten sie weiter. Ich denke, dass dies heute durch Facebook, Twitter und so weiter noch einfacherer und schneller geht, als dies im Jahre 1998 der Fall war, als Darko Maver „erstellt“ wurde.
Quellen:
1) Vorlesung
2)http://0100101110101101.org/home/mygeneration/
3)http://www.0100101110101101.org/home/darko_maver/intro.html

Mittwoch, 2. Februar 2011

Die Entstehung von Kunst im Netz- Christophe Bruno

Durch das Aufkommen des Webs 2.0 wird jedem Nutzer des Netzes die Möglichkeit geboten, nicht nur als Konsument zu agieren, sondern auch als Produzent.  Hierdurch hat jeder Zugang zu Informationen, die beliebig für eigene Zwecke verwendet werden können. So entsteht neue Kunst in dem „erweiterten Raum“ des Netzwerk Internet. Das Netz ist ein riesiger Raum, in dem alles archiviert wird und beliebig wieder abgerufen werden kann. Dies trägt zur Konsequenz, dass es keine originale mehr gibt, wie dies noch vor der Entwicklung der technologischen Medien der Fall war. Die Wichtigkeit des Betrachters hat sich jedoch nicht verändert, denn er bleibt weiterhin imminent wichtig.
Ich möchte mich nun mit einigen Künstlern befassen, die Kunst im Netz herstellen. Einige haben wir bereits im Seminar behandelt, ich habe jedoch weiterführende Recherchen gemacht und bin so auf neue Produktionen der Künstler gestoßen. Diese möchte ich nun vorstellen.

Christophe Bruno, ist ein Französischer Künstler, der sich mit Kunst im Netz beschäftigt. Ich werde mich nun mit seinen „Hallucination“ beschäftigen. Hierbei beschäftigt er sich mit der Frage der Privatisierung der im Hinblick auf kollektive Halluzinationen. Er hat eine Software entwickelt, mit der er Bilder, die im Netz sind mit kommerziellen Logos in Verbindung setzt. Er hat hier viele unterschiedliche Vergleiche aufgestellt; das Markanteste aber ist der Vergleich eines weltweit bekannten Schnellimbiss-Konzerns, der mit einer Afrikanischen Maske verglichen wird. Er will hiermit meiner Meinung nach darauf aufmerksam machen, wie die Werbung unsere Wahrnehmung unbewusst prägt. Wir sind ständig in Kontakt mit Werbung, meist merken wir es jedoch nicht, da diese zum Teil sehr raffiniert gemacht sind, und uns permanent implizit manipulieren. Neben diesem Beispiel hat Christophe Bruno noch zahlreiche andere Vergleiche hergestellt, wie eine zerbrochen Scheibe mit dem Logo von Apple, „Highway vs. Maltese cross“, „Snake vs. Bank of America“ und „Da Vinci vs. Carrefour“.

Neben diesem Werk ist jedoch auch “The Dadameter” von demselben Künstler wichtig, da er hiermit die Verbindung von Kunst, Naturwissenschaften und den globalen Finanzen darstellt. Er ist der Meinung, dass durch das Aufkommen des Webs 2.0 und dem Trend der ständigen Visualisierungen und Analysen, auch Kunst nun vorhergesagt werden soll. Mit diesem „Dadameter“ will Bruno jedoch verdeutlichen, dass Kunst sich immer mehr vom “Dadaismus” abwendet und immer mehr kontrolliert wird.
Quellen:
1)      Vorlesung 11.12.2010
5)      http://www.logohallucination.com/

Montag, 31. Januar 2011

Reflexion des Raumes

Bezüglich der Aufgabe zu „Hidden Curriculum“ werde ich nun eine Reflexion dessen mache, was unsere Produktion über den „Raum“ aussagt. Zunächst einmal fällt mir auf, das unsere Produktion keine reale ist, da wir nicht mit Fotographie oder einer gemalten Abbildung gearbeitet haben, sondern haben uns der modernen Technologien bedient. Dennoch würde ich nicht von einem fiktiven Raum sprechen, da er an sich ja existiert, wir den Schwerpunkt jedoch nicht auf das visuelle gelegt haben, was Raum darstellt, sondern auf das Menschliche. Ich denke, dass unsere Produktion ein Reflexionsraum darstellt, da man sich aufgrund der skurrilen Darstellung Gedanken machen muss, um was es sich handeln könnte. Die Phantasie muss hier auch mitspielen. Dennoch haben wir einige Personen befragt, was sie sich unter dem „Bild“ verbirgt und niemand ist zu dem Schluss gekommen, es handele sich um die Bibliothek des Campus.
Ich habe bereits in meinem vorherigen Post Angaben dazu gemacht, was „Raum“ ist, wollte jedoch hier noch einmal auf unsere Produktion eingehen.

Montag, 3. Januar 2011

Aufgabenstellung zu 'Lernräume'

Beobachten Sie, sammeln Sie und 'zeichnen' Sie das Wahrgenommene auf.Entscheiden Sie sich für ein Medium, mit dem Sie experimentelle Formen der Auseinandersetzung mit dem Ort erfinden. Das Medium kann auch in ein anderes übergehen (Foto‐ oder Videokamera, Schreiben,Handykamera, Sprache, Mp3‐Player, Textverarbeitungsprogramm, Zeichnen, SMS oder mehreres gleichzeitig).

Im Zusammenhang mit dieser Aufgabe habe ich mir zusammen mit einer Kommilitonin Anouk Hippertchen  folgendes Konzept überlegt:
 Wir haben uns zunächst für einen Raum des Campus der Universität entschieden. Unsere Wahl fiel dabei auf die Bibliothek, da sie für uns das Herzstück einer jeden Universität darstellt. Im Zusammenhang mit der vorherigen Vorlesung, in der wir uns mit dem Raum beschäftigt hatten, haben wir festgestellt, dass er sich nicht nur durch die architektonische Räumlichkeit charakterisiert, sondern auch  durch das Handeln was darin stattfindet. Diesbezüglich haben wir uns an dem ‚Milkproject‘ inspiriert.
‚Milkproject‘ ist ein Projekt, in dem die Wege, die die Milch auf ihrem Wege der Produktion macht, festgehalten werden. Sie werden auf Karten eingetragen und geben ein lustiges Bild ab.
Dies ist der Grundriss mitsamt
der Einrichtung des ersten
Stockwerks der Bibliothek, in
welchem sich auch der Eingang
befindet.
Ganz in diesem Stil wollten wir unsere Arbeit gestalten. Da wir jedoch nicht die nötigen Kenntnisse und Möglichkeiten hatten, dies medial zu gestalten, haben wir uns dazu entschlossen, dies auf dem traditionellen Papier herzustellen. Wir haben einmal die Grundrisse der Bibliothek mitsamt Regalen, Tischen, Stühlen und Sofa dargestellt.

Dies ist der Grundriss der Bibliothek,
ohne Einrichtungsmobiliar



Ein zweites Dokument, das wir auf Milchpapier ausgedruckt haben, beinhaltet nur den Grundriss. Wir haben uns folglich am 16. Dezember 2010 in die Bibliothek begeben. Hier haben wir das Milchpapier auf das andere Dokument gelegt und anhand von unterschiedlichen Farben, die Wege, die einzelne Personen in der Bibliothek zurückgelegt haben, eingezeichnet. Diese Übung hat 20 Minuten gedauert, weshalb wir sie 20.00 benannt haben.

Dies ist die fertiggestellte Arbeit 20.00

Lernräume

Warum ein solches Thema?
Wir haben die Thematik ‚Lernräume‘ in einer Vorlesung behandelt. Ich werde mich mit diesem Bereich befassen, einerseits, weil es mir wichtig scheint, mich mit meiner neuen Umgebung, in der ich mich nun befinde, zu befassen, andererseits weil wir eine Aufgabe zu diesem Thema zu erledigen hatten.
Ich bin im ersten Semester des Studiengangs „Bachelor en Sciences de l’Éducation“ der Universität Luxemburg, welcher auf dem Campus in Walferdange angeboten wird. Eben dieser Campus ist nun mein neuer Lernraum und so scheint es mir wichtig, dass ich mich damit befassen werde.
In diesem Zusammenhang möchte ich ein Zitat einfügen, das sich auf die Thematik der Lernräume bezieht.
»Insgesamt ist der Raum ein
Ort, mit dem man etwas macht.«

Michel de Certeau ist ein französischer Kulturphilosoph des 20. Jahrhunderts, der sich mit  der Theorie des Alltagslebens und des Verbraucherverhaltens beschäftigt hat. Certeau unterscheidet zwischen den Begriffen Ort und Raum. Mit Ort meint er die Ordnung, nach der Elemente unterteilt werden. Mit dieser Definition wird ausgeschlossen, dass zwei Gegenstände sich an der gleichen Stelle befinden können. Jedes Objekt befindet sich in einem ‚eigenen‘ Bereich. Der Ort ist jedoch nicht fix, sondern situativ festgelegt.
Raum hingegen bezeichnet eine Zusammensetzung von beweglichen Elementen. Er wird durch die Bewegungen und Handlungen, die in ihm stattfinden, definiert. Es gibt keine eindeutige Festlegung von Raum, da die Elemente, die ihn definieren, variieren.
Bezogen auf die Lernräume bedeutet dies, dass die Architektur mitsamt der Einrichtung des Campus ein Ort ist, in dem Handlungen stattfinden. Das gesamte Element, in diesem Fall die Institution Universität besteht also nicht nur aus dem Räumlichkeiten, sondern auch aus dem Leben, das innerhalb der Mauern stattfindet.
Ich denke, dass Michel de Certeau dies sehr gut mit seinem Zitat erklärt. Ich möchte hier noch einmal kurz darauf eingehen, wie wichtig es ist, sich mit seinem Umfeld, als den Lernräumen zu befassen. Denn eben diese Lernräume sind nicht bloß architektonische Bauten, sondern es finden Handlungen, Interaktionen und Bewegungen statt, die ebenso wichtig sind, wie die Räumlichkeiten an sich. Den  erst durch diese Handlungen bekommt ein Ort ein Gesicht.
„Architektur besetzt Räume.
Sie gestaltet bestimmte Räume“
Neben Certeau hat sich auch Wolfgang Welsch mit der Festlegung von Ort und raum befasst. Ich möchte an dieser Stelle auch kurz seine Hypothese diesbezüglich beschreiben. Er ist der Meinung, dass alles, was uns umgibt Einfluss auf unser Denken, Handeln und Verhalten hat.
Der Mensch ist ihm zufolge ein ‚gestaltendendes Objekt‘, wird jedoch selbst zum Objekt, da es stets vom Umfeld beeinflusst wird.



Künstlerische Strategien im Umgang mit dem Raum
 Hier werde ich einige dieser Künstler nennen und werde in einem späteren Post auf einige dieser näher eingehen.
·         Erwin Wurm: One- Minute- Pictures
·         Till Krause: Durchgänge der Hamburger Innenstadt
·         Milproject


Quellen:
1)      Vorlesung
3)      http://www.kulturregion-stuttgart.de/offeneraeume/texte/certeau1.htm